EDA

25 Jahre Chip-Design: Technologie ohne Grenzen

| Redakteur: Gerd Kucera

Entwickler am Zeichenbrett (1970)
Entwickler am Zeichenbrett (1970) (Bild: Siemens)

Schalt- und Konstruktionspläne wurden bis zum Beginn der 80er-Jahre von Hand gezeichnet und Netzlisten gab man umständlich in einen Großrechner ein. 1981 sollte sich diese Arbeitsweise grundsätzlich ändern, als in Portland (Oregon, USA) Elektronikentwickler den Hersteller schlüsselfertiger CAE-Systeme gründeten – Mentor Graphics.

CAE stand damals für Computer Aided Engineering; heute heißt die Disziplin EDA (Electronic Design Automation). Mentors Idee, auf einer Standard-Hardware von Apollo Computers (Apollo Domain Workstation) ganz spezielle Software einzusetzen, war eine echte Innovation. Sie versprach enorme Unabhängigkeit der Entwicklungsabteilungen mit zugleich enormen Einsparungspotenzial bei Zeit und Kosten.

IDEA-1000-Workstation (1982)
IDEA-1000-Workstation (1982) (Bild: Mentor Graphics)

Die Idee fand Zuspruch. Risikokapital floss reichlich - bis April 1983 insgesamt 10 Mio. $. Zur Design Automation Conference 1982 präsentierte der CAE-Pionier seine IDEA 1000. Sie war revolutionär, hatte bisher unbekannte Leistungsmerkmale. Mit dem Computer konnte man sogar Computer bauen.

Damit waren die Portlander bereits auf der Pole-Position im Markt, der sich zeitgleich mit den Konkurrenten Valid Logic und Daisy Systems entwickelte. Der Markt boomte wie kein anderer. Wichtige Pioniere waren Daisy, Mentor, Valid, Calma und Computer Vision. Das Triumvirat von heute heißt Mentor Graphics, Cadence und Synopsys.

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