Aufgemerkt

1985: Digital-Oszilloskop von LeCroy

| Redakteur: Hendrik Härter

Das erste digitale Oszilloskop
Das erste digitale Oszilloskop (Bild: Bild: Teledyne LeCroy)

Im Jahr 1985 präsentierte LeCroy mit der Modell-Reihe 9400 das erste digitale Oszilloskop, welches die Welt der Messtechnik verändern sollte.

Verbaut wurde ein 9''-Display, welches in Echtzeit Signale anzeigen konnte. Auch die technischen Parameter beeindruckten zur damaligen Zeit: Die Bandbreite betrug 350 MHz und die horizontale x-Achse konnte zwischen 2 ns/div. und 100 s/div. variiert werden. Für die Signalerfassung standen verschiedene Modi bereit: Random Interleaved Sampling (RIS), Single Shot, Roll und Sequence.

Die Eingangsimpedanz des Oszilloskops liegt bei 1 MOhm mit 50 pF und die vertikale Auflösung liegt bei 8 Bit. Als Anschlüsse bot das Gerät zwei RS-232-C-Ports. Man konnte damit Computer anschließen oder das Oszilloskop mit einem Plotter verbinden und bis zu 19.200 Baud asynchron übertragen.

LeCroy nutzte das Know-how aus der Hochenergiephysik, wo es darum geht, große Datenmengen schnell und zuverlässig auf Fehler zu untersuchen und es auf Oszilloskope zu übertragen.

In der Rubrik „Aufgemerkt“ stellt die Redaktion ELEKTRONIKPRAXIS regelmäßig Meilensteine aus der Geschichte der Elektronik und Elektrotechnik vor.

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