Im Gründungsjahr von ADKOM hielt die LCD-Technik Einzug in die Industrie

| Autor / Redakteur: Andreas Hellwig * / Hendrik Härter

25 Jahre ADKOM: 
Für Jochen Frey, Geschäftsführer von ADKOM, verging die Zeit wie im Flug. Es ist an der Zeit, kurz innezuhalten und auf die Unternehmenshistorie zu schauen.
25 Jahre ADKOM: 
Für Jochen Frey, Geschäftsführer von ADKOM, verging die Zeit wie im Flug. Es ist an der Zeit, kurz innezuhalten und auf die Unternehmenshistorie zu schauen. (Bild: Adkom)

Als im Jahr 1992 ADKOM an den Start ging, war das die Zeit, als die analogen durch digitale Anzeigen abgelöst wurden. 25 Jahre später sind die Aufgaben komplexer geworden.

Analytisch betrachtet ist ein Display nicht weniger als das Kommunikationsmedium zum Anwender. Daten und Informationen werden darauf visualisiert und man kann es in diesem Kontext als Human Maschine Interface bezeichnen. ADKOM Elektronik steht heute ein Vierteljahrhundert im Dienste der Datenvisualisierung.

„Diese 25 Jahre vergingen wie im Flug“, sagt Jochen Frey, Geschäftsführer bei ADKOM, „doch wir wurden in dieser Zeit von unseren Kunden mit großartigen Projekten und Aufgaben betraut, die maßgeblichen Einfluss auf unsere unternehmerische Entwicklung hatten. Ein 25-jähriges Jubiläum ist auch ein Ereignis, das einen kurz innehalten lässt und einen Blick zurück auf die Unternehmenshistorie und damit verbundene Meilensteine gestattet.“

Ein Partner für kundenspezifische Industrie-Displays

Die Gründung des Unternehmens im Jahr 1992 erfolgte in der Phase, in der die LCD-Technik Einzug in ganz unterschiedliche Anwendungen der Industrie hielt. Praktisch in der Ablösephase von Analog- hin zu Digital-Systemen. In dieser Zeit hat sich der Einsatz von LCD-Anzeigen erst für die Serienproduktion etabliert. Am Markt gesucht wurde damals ein Partner, der für die Entwicklung kundenspezifischer Displays und auch für das sogenannte Design in von Standard-LCDs das entsprechende Know-how besaß, denn damals war für die meisten Industriebetriebe der Einsatz von Displays noch technisches Neuland.

Man darf dabei nicht vergessen, dass 1992 das Internet als Informationsquelle oder um es salopp zu sagen, die allwissende Müllhalde, noch nicht existierte. Es war schwer, als mittelständischer Betrieb einen passenden Hersteller in Asien zu finden, sich mit deren Mitarbeitern zu verständigen und den Import selbst zu leisten. Ganz zu schweigen davon, dass das China, wie wir es heute kennen, politisch nicht das China unter dem damaligen Präsidenten Yang Shangkun war.

Damals waren die Öffnung hin zum Westen sowie der Display-Markt selbst erst im Entstehen. Von den namhaften Display-Herstellern aus dem Jahr 1992 waren zwei Unternehmen in China anzusiedeln und der viel mehr überwiegende Teil an Display-Herstellern kam aus USA, Europa, Japan, Taiwan, Korea und Hongkong. Heute, 25 Jahre später, kommen de facto fast alle Displays aus chinesischer Produktion. Englisch war 1992 in den meisten chinesischen Firmen eine nicht weit verbreitete Sprache und noch viel schwerwiegender, Hongkong war noch eine britische Kronkolonie und eigenständig. Auch gab es noch keine E-Mails und Zeichnungen waren noch nach Salmiak stinkende Tischtuch große Blaupausen.

Elektronik, die aus dem Gründungsjahr 1992 kam

Die Gründung von AKDOM Elektronik erfolgte in einem Jahr, in dem Gerhard Schröder noch Bundeskanzler war und die CeBIT in Hannover noch 650.000 Besucher anlockte. Ein Jahr in dem Microsoft noch mit Windows 3.1 im Clinch mit IBM und dessen Betriebssystem OS/2 stand. Im Jahr 1992 waren die leistungsstärksten IBM-Rechner mit 486er-Prozessoren ausgestattet, die über sagenhafte 1,2 Mio. Transistoren verfügten. Zum Vergleich: Bereits zehn Jahre später hatte der Pentium 4 Northwood mit 2,2 GHz bereits 55 Mio. Transistoren.

Eine damals erstmals vorgestellte und aus Japan stammende 3,7 GByte große Festplatte kostete umgerechnet 7000 Euro. Die ersten bezahlbaren Schwarz-Weiß-Tintenstrahldrucker kamen 1992 ebenfalls auf den Markt. Sie machten den Nadeldruckern den Garaus und dadurch viele Büros um einiges leiser. In der Industrie und im Handel waren noch massenweise Bluescreen-Anwendungen, also DOS-basierte Programme ohne Maus im Einsatz.

ADKOM startete mit der TN- und STN-Technologie bei LC-Displays. Meist noch Leitgummi kontaktierte einfache Gläser als kundenspezifisch entwickelte Displays oder im Standard erhältliche Sieben-Segment-Anzeigen. Schnell wurde das Angebot dann durch alpha-nummerische- und Grafikmodule ergänzt. Das Unternehmen gewann an Bedeutung, wuchs in der Anzahl der Teammitglieder genauso wie in den benötigten Räumlichkeiten.

Im Jahr 1998 zeigte sich das Unternehmen erstmals auf der Fachmesse electronica mit einem eigenen Messeauftritt. Ins damalige Portfolio neu aufgenommen wurden Backlights, Lichtleiter und Leitgummis, denn die LC-Technik verlangte mit transmissiven und transflektiven Displays nach passenden Hinterleuchtungen. Im Jahre 1999 erfolgte die Freischaltung der ersten eigenen ADKOM-Website. Das Internet hielt Einzug in unsere Arbeitswelt.

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