Materialbeschaffung

Obsoleszenz-Management – der Schlüssel zur Langzeitverfügbarkeit

| Redakteur: Johann Wiesböck

Ludwig Hiebl, Obsoleszenz-Management-Experte bei der Zollner Elektronik AG
Ludwig Hiebl, Obsoleszenz-Management-Experte bei der Zollner Elektronik AG (Bild: Zollner Elektronik)

Professionelle Materialbeschaffung, eine Standardleistung vom EMS-Anbieter, kann auf Obsoleszenz-Management nicht verzichten. Zollner Elektronik ermittelt prozessmäßig gefährdete Komponenten und stellt für den Produktlebenszyklus die Verfügbarkeit sicher.

Obsoleszenz ist ein Zustand, in dem eine Komponente oder ein Prozess nicht mehr verfügbar ist. Die Ursachen dafür können Unwirtschaftlichkeit, Innovationszyklen oder technologische Entwicklungen sein. Aber auch Marktanpassungen, gesetzliche Vorgaben oder politische Forderungen bis hin zu Umweltkatastrophen können dazu führen, dass bestimmte Bauteile oder Prozesse nicht mehr zur Verfügung stehen.

Ein Obsoleszenz-Risiko besteht nicht erst bei der Ersatzteilversorgung eines Produkts. Bereits bei der Produkteinführung können bestimmte Komponenten schon abgekündigt werden und so die Produktion über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts gefährden.

Strategisches Obsoleszenz-Management betrachtet den gesamten Lebenszyklus eines Produktes und sichert die Verfügbarkeit relevanter Komponenten
Strategisches Obsoleszenz-Management betrachtet den gesamten Lebenszyklus eines Produktes und sichert die Verfügbarkeit relevanter Komponenten (Bild: Zollner Elektronik)

Obsoleszenz-Risiko von Bauteilen ermitteln und Maßnahmen einleiten

Als leistungsfähiger EMS-Anbieter identifiziert Zollner Elektronik gemeinsam mit seinen Kunden die Obsoleszenz-Risiken und managt diese. Konkret heißt das: Lieferanten werden schon bei der Entwicklung von Produkten einbezogen und die Lieferantenverträge enthalten eine frühzeitige Meldepflicht von geplanter Abkündigung.

Bis dahin nicht erfasste Lieferanten werden zeitnah vertraglich gebunden und Lieferanten bevorzugt, die bereits vertraglich gebunden sind. Zusätzlich sorgen Review-Besuche und Audits, Konsignationslager und Resteindeckungen für Sicherheit.

Aber auch in Richtung Kunde kommuniziert die Zollner Elektronik AG frühzeitig und bietet Hilfestellung an. Dazu gehören eine Risikoeinstufung von Komponenten und eine Suche nach Substituten oder alternativen Lösungen. Außerdem findet eine regelmäßige Analyse der Obsoleszenz-Risiken statt.

PCN-Datenmanagement informiert über Abkündigung oder relevante Änderung

Darüber hinaus erfasst der EMS-Anbieter die relevanten Daten einer Product Change Notification (PCN) und stellt diese automatisiert zur Verfügung. Dabei wird zunehmend ein durchgängiges PCN-Datenmanagement über die gesamte Lieferkette eingesetzt. „Diese Standards können den Aufwand drastisch reduzieren und sind eine der tragenden Säulen des Obsoleszenz-Managements“, betont Ludwig Hiebl, Obsoleszenz-Management-Experte bei der Zollner Elektronik AG.

Gemanagt wird die Obsoleszenz bei Zollner mit einem dreistufigen System. Der Kunde kann dabei zwischen einem risikobehafteten reaktiven Obsoleszenz-Management, einem proaktiven Obsoleszenz-Management, das einen langen Handlungszeitraum abdeckt, oder einem vorausschauenden strategischen Obsoleszenz-Management wählen. In Summe ein ganzheitliches Konzept, das sich auf die jeweiligen Anforderungen des Kunden zuschneiden lässt und ein hohes Maß an Sicherheit bietet.

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