Zukunft Embedded

Heute die Embedded-Lösungen für den Markt von morgen kreieren

| Redakteur: Margit Kuther

Kontrons Technologie-Campus in Augsburg: Weltweite Firmenzentrale mit optimierter Produktionsstätte.
Kontrons Technologie-Campus in Augsburg: Weltweite Firmenzentrale mit optimierter Produktionsstätte. (Bild: Bild: Kontron)

Kontron positioniert sich zunehmend als Lösungsanbieter mit dem Fokus auf das Internet der Dinge und Sicherheit. Details zur Unternehmensstrategie verrät Jens Wiegand, Chief Technology Officer bei Kontron.

ELEKTRONIKPRAXIS: Herr Wiegand, wo sehen Sie Ihr Unternehmen mittel-/langfristig in Ihrer Branche positioniert?

Jens Wiegand: Wir positionieren uns zunehmend als Lösungsanbieter mit dem Fokus auf das Internet der Dinge und Sicherheit. Kontron bietet für das IoT sichere Plattformlösungen mit einem kombinierten Portfolio an Hardware, Middleware und Services.

Unsere Standardprodukte und lösungsspezifischen Produkte bilden die Grundlage für Technologien und Anwendungen in verschiedenen Branchen. Als weltweit erster Embedded-Computing-Hersteller bieten wir mit der Kontron Security Solution Line voll integrierte Schutzmechanismen in unseren Computer-on-Modulen (COM) und Motherboards an.

Das erste Produkt der Security Solution Line ist Kontron Approtect. Die kombinierte Hardware- und Software-Lösung verfügt über ein integriertes Hardware-Security-Modul und ein Software Framework, das umfassende Sicherheits-Funktionalitäten in sich vereint.

Alle Kontron-Produkte mit Intel-Core-Prozessoren der 6. Generation sind ab sofort serienmäßig mit der Hardware-basierten, integrierten Sicherheitslösung als “Kontron-Standard” ausgestattet.

Welche Branchen werden mittel-/langfristig eine stärkere Rolle in Ihrem Unternehmen spielen?

Kontron verfügt traditionsgemäß über besonderes Know-how in den Branchen Luftfahrt, Transport und Verkehr, Verteidigung, Fertigung und Automation, Medizintechnik und Energie.

Dank dieser langjährigen Erfahrung können unsere plattformbasierenden Produkte von unseren Kunden besonders schnell und einfach in ihren jeweiligen Branchen implementiert werden.

Dabei helfen auch zahlreiche Zertifizierungen und Partnerschaften, die dafür sorgen, dass sich Kontron-Lösungen nahtlos in bestehende Branchenlösungen und Produkte integrieren. Wir sind damit in allen Wachstumsbranchen präsent.

Welche neuen Märkte und Anwendungsfelder wird Ihr Unternehmen künftig mit Produkten und Services adressieren?

Die zunehmende Digitalisierung sorgt dafür, dass in immer mehr Branchen und Anwendungsbereichen Lösungen gefragt sind, die sich in Gesamtsysteme integrieren lassen. Digitalisierung bedeutet letztendlich, Daten schnell erheben und auswerten zu können und auf dieser Basis neue Entscheidungen zu treffen – automatisiert oder teilautomatisiert. Kontron bietet die Basis dafür. Unsere Geräte nehmen Daten am Entstehungsort auf und leiten sie sicher weiter.

In der Fertigungsbranche spricht man von Industrie 4.0 oder der intelligenten Fabrik, der Smart Factory. Das Beispiel der vorausschauenden Wartung, Predictive Maintenance spielt dabei eine wichtige Rolle, ist aber nur eines von vielen Anwendungsszenarien. Wenn Maschinendaten, Liefer- und Nachfragekette miteinander verbunden werden, kann eine vollautomatische Fabrik entstehen.

Das funktioniert aber nur, wenn die Daten zuverlässig erhoben, schnell und sicher weitergeleitet und zentral ausgewertet werden können. Basis dafür sind IoT-Lösungen, die exakt für diesen Einsatz vorbereitet sind. Genau hier kommt Kontron ins Spiel.

Gleiches gilt auch im Bereich der autonomen Fahrzeuge, wobei man hier nicht gleich an den fahrerlosen Individualverkehr denken sollte, sondern zum Beispiel an landwirtschaftliche Maschinen, die Äcker automatisiert bestellen. Düngemittel wird dann beispielsweise nur ausgebracht, wenn das von der Bodenbeschaffenheit oder gemäß der Wettervorhersage sinnvoll ist.

Dafür müssen Sensoren den Zustand des Bodens erfassen und diese Daten mit den Wetterdaten verbunden werden. Mithilfe der detaillierten Auswertung dieser Informationen lässt sich schließlich eine Aussage über Art und Menge des benötigten Düngers treffen, diese wird dann wiederum an die Maschinen weitergeleitet.

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