Messen Steuern Regeln

Auf dem Weg in die Fabrik der Zukunft

| Redakteur: Franz Graser

Veränderungen gezielt gestalten: Für Rahman Jamal, Global Technology & Marketing Manager von NI, gehört National Instruments zu den disruptiven Unternehmen
Veränderungen gezielt gestalten: Für Rahman Jamal, Global Technology & Marketing Manager von NI, gehört National Instruments zu den disruptiven Unternehmen (Bild: National Instruments)

Rahman Jamal, Global Technology & Marketing Director bei National Instruments, entwirft eine Vision der Industrie von morgen und der Mess-, Steuerungs- und Regeltechnik, die sie stützt.

Im Bereich der Mess-, Prüf-, Steuer- und Regeltechnik findet ein Umbruch statt: Offene Plattformen, gepaart mit dynamisch wachsenden Ökosystemen, führen zu einer massiven Verschiebung – weg von herstellergetriebenen Steuer- und Messboxen hin zu anwenderdefinierten Systemen.

Diese Verschiebung ist eine wichtige Voraussetzung dafür, den Herausforderungen der kommenden technischen Trends wie dem Internet der Dinge, der Datenfunktechnik 5G oder dem autonomen Fahren begegnen zu können. ELEKTRONIKPRAXIS sprach über diese Entwicklung mit Rahman Jamal, dem Global Technology & Marketing Director von National Instruments.

Welche neuen Märkte und Anwendungsfelder wird Ihr Unternehmen künftig mit Produkten und Services adressieren?

Wir leben in einer Zeit rasanten Fortschritts. Immer mit den neuesten Technologien Schritt halten zu können, bedeutet, über den Tellerrand der aktuellen Herausforderungen hinauszublicken und Lösungen zu entwickeln, die skalierbar, sprich zukunftsfähig sind. Seit jeher unterstützt NI Anwender mit einem branchenübergreifenden plattformbasierten Ansatz bei der Systemerstellung und auch bei der Erkenntnisgewinnung. Somit sind sie in der Lage, die größten Herausforderungen zu bewältigen.

NI ist sehr breit aufgestellt: kein Industriezweig generiert mehr als 15 Prozent unseres Umsatzes und wir sind intensiv in einer Vielzahl von Branchen unterwegs – angefangen beim Medizinsektor über den Automotive-Bereich bis hin zur Unterhaltungselektronik und Teilchenphysik. Dennoch ergeben sich einige Schwerpunkte, angetriggert durch neue technologische Entwicklungen. Zu nennen wären etwa: das (Industrielle) Internet der Dinge, Prototyping für 5G, Big Analog Data, Time Sensitive Networks (TSN), das Testen smarter Geräte, aber auch ADAS-Systeme und Radartechnik beim autonomen Fahren. Sie sehen, die Liste für ein Technologieunternehmen ist sehr lang und ließe sich beliebig fortsetzen.

Wie verändern sich derzeit die Kundenwünsche und wie könnten sich diese mittel- bis langfristig entwickeln?

Aufgrund der rasanten Entwicklungen im industriellen Internet der Dinge (Industrial Internet of Things, IIoT) ändern sich auch die zu Produkte des Kunden oftmals in kürzester Zeit. Der Markt muss darauf reagieren und es dem Kunden ermöglichen, mit möglichst wenig Aufwand seine vorhandene Applikation an die neuen Anforderungen anzupassen. Stichwörter sind hier „Interoperabilität“ und „maßgeschneidertes System“. NIs plattformbasierter Ansatz mit modularer Hardware (wie PXI, CompactRIO und CompactDAQ) und flexibler Software (LabVIEW) schafft hier Abhilfe.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44398432 / National Instruments)