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1997: Die ersten Tamagotchis

| Redakteur: Franz Graser

Ein "virtuelles Küken" - Tamago bedeutet auf japanisch Ei
Ein "virtuelles Küken" - Tamago bedeutet auf japanisch Ei (Bild: Tamagotchi 0124 ubt by Tomasz Sienicki / CC BY-SA 3.0 / Wikimedia Commons)

Die Tamagotchis waren auf eine gewisse Weise Vorboten der heutigen Zeit, in der alle fast ständig ein Smartphone in der Hand haben.

Die kleinen elektronischen Tierchen, die vor 20 Jahren auch in Deutschland auf den Markt kamen, mussten in regelmäßigen Abständen von den Nutzern versorgt werden, damit sie nicht virtuell eingingen. Die Idee war in der Ära von Einfach-Handys, mobiler Nintendo-Konsolen und CD-Player ein Hit. Weltweit wurden rund 80 Millionen der Schlüsselanhänger-großen Geräte mit aus heutiger Sicht kaum nutzbarem Bildschirm und meist drei Knöpfen verkauft.

Die Tamagotchis kamen aus Japan. „Tamago“ ist Japanisch für „Ei“. Die Idee zu dem Spielzeug hatte die damals 30-jährige Bandai-Angestellte Aki Maita: Viele Kinder in Japan wünschen sich ein Haustier, doch in der Enge und Hektik des japanischen Alltags ist das in der Wirklichkeit kaum vorstellbar.

Für Tamagotchi-Nostalgiker gibt es die kleinen Aliens vom Original-Anbieter Bandai Namco heute standesgemäß als App.

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