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1903: Erste Wolframfadenlampe

| Redakteur: Kristin Rinortner

Dieser Lampentyp verdrängte das zuvor übliche Gaslicht.
Dieser Lampentyp verdrängte das zuvor übliche Gaslicht. (Bild: LEDVANCE)

Die Kohlefadenlampen waren Ende des 19. Jahrhunderts die ersten elektrischen Produkte in Privathaushalten und markieren damit den Beginn der Elektrifizierung in der kulturellen Menschheitsentwicklung

Obwohl schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts Versuche zur Lichterzeugung mittels glühender Fäden (Warren de la Rue, Platindraht, 1809; W. Pétrie, Iridiumdraht, 1849; Heinrich Goebel, Kohlefasern, 1854) durchgeführt wurden, brachte erst die Entdeckung des dynamoelektrischen Prinzips durch Werner von Siemens (1867) sowie die Entwicklung der Kohlefadenlampe durch Thomas Alva Edison und Joseph Wilson Swan im Jahr 1879 den Durchbruch für die elektrische Beleuchtung.

Carl Auer von Welsbach entwickelte 1898 die erste Metallfadenlampe mit gespritztem Osmiumfaden als Glühkörper. 1903 und 1904 folgten die ersten Wolframlampen mit gespritzten Fäden (Patente von Alexander Just und Franjo Hanaman). Das Bild zeigt eine der ersten Just-Wolframlampen mit gespritztem Wolframfaden von 1907.

Von 1905 bis 1911 dominierte Justs Wolframfaden-Spritztechnologie. 1909 gelang William Coolidge der Durchbruch bei der Herstellung gezogener Wolframdrähte, die Technik, die in modernen Glühlampen genutzt wird.

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