Aufgemerkt

1896: Die transatlantische Funkbrücke

| Redakteur: Sebastian Gerstl

Guglielmo Marconi vor seiner Funkanlage
Guglielmo Marconi vor seiner Funkanlage (Bild: gemeinfrei)

Unter widrigen Umständen, um 12.30 Uhr Ortszeit, wartete Guglielmo Marconi in einem ausgedienten Fieber- und Diphterie-Hospital auf eine Nachricht aus dem Äther.

Die Anlage im neufundländischen St. Johns war kurzerhand in eine Empfangsstation umfunktioniert worden, die auf einem Hügel gelegen war, der den fast schon prophetischen Namen „Signal Hill" trug. Über 3500 km entfernt, in einer eigens zu diesem Zweck geschaffenen Funkanlage im britischen Poldhu, machten sich Angestellte der Wireless Telegraph and Signal Co. erstmals daran, eine kurze Botschaft über den Atlantik abzusetzen - ohne Kabelverbindung, direkt über die erst vor kurzem entdeckte Funkübertragung.

Und tatsächlich notiert Marconi, der nur empfangen, aber nicht selber senden kann, drei kurze Klickgeräusche – den Buchstaben S aus dem Morsealphabet.

Aus heutiger Sicht ist diese Pionierleistung allerdings umstritten. Ob Täuschung oder Nicht: Mit dem Prinzip der Funkübertragung lag Marconi grundsätzlich richtig.

In der Rubrik „Aufgemerkt“ stellt die Redaktion ELEKTRONIKPRAXIS regelmäßig Meilensteine aus der Geschichte der Elektronik und Elektrotechnik vor.

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